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| 02:44 Uhr

Autodieb rammt Polizei auf der A 15

FOTO: (35670355)
Cottbus. Mit rund 200 Stundenkilometern hat am Mittwochmorgen ein Autodieb versucht, der Polizei auf der A 15 zu entkommen. Bei Bademeusel rammte er einen Polizeiwagen, der ihn aufhalten wollte. Erst eine zweite Sperre in Polen konnte ihn schließlich aufhalten. Bodo Baumert

Zwei verletzte Polizisten, ein beschädigtes Zivilfahrzeug der Polizei - so lautet die Bilanz einer Verfolgungsjagd auf der A 15 am Mittwochmorgen. Gegen 9.30 Uhr hatte die Autobahnpolizei am Spreewalddreieck ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt. Es stellte sich als in Heidelberg gestohlener BMW heraus. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Der Fahrer raste mit 200 Stundenkilometern auf der A 15 Richtung Polen davon. Ein Polizeihubschrauber und mehrere Streifenwagen waren an der etwa 50 Kilometer langen Jagd beteiligt. Bei Bademeusel versuchte schließlich ein Zivilfahrzeug der Polizei mit Blaulicht, den Fahrer aufzuhalten. Der ließ sich von dem querstehenden Fahrzeug allerdings nicht stoppen, rammte den Audi und setzte seine Fahrt fort. Zwei Polizisten in dem gerammten Auto wurden dabei verletzt.

Kurze Zeit später war dann allerdings Schluss mit der Verfolgungsjagd. Polnische Polizeikräfte konnten mit einer zweiten Straßensperre schließlich den Fahrer zum Anhalten bringen. Der 19-jährige Litauer wurde verhaftet und soll nun der deutschen Justiz übergeben werden, wie Polizeisprecher Torsten Wendt auf Nachfrage erläuterte.

Die beiden Polizisten erlitten laut Wendt zum Glück keine schweren Verletzungen. Das Fahrzeug musste am Nachmittag an der Autobahn geborgen werden. Vor rund einem Jahr hatte es bei einer ähnlichen Verfolgungsjagd auf der A 15 schon einmal mehrere Verletzte durch die gefährlichen Aktionen der Autoschieber gegeben.