Absoluter Stillstand auf der A 15 zwischen Roggosen und Forst seit Freitagmittag: Grund ist der Fund einer Bombe unterhalb der Fahrbahn. Auf das Kriegsgerät war laut der Autobahnmeisterei Gallinchen eine Baufirma gestoßen. Sie bohrte unter der Fahrbahn eine Trasse für eine Gasleitung. Dabei stießen sie auf einen metallischen Gegenstand und informierten die Behörden.

Die Untersuchung der Fachmänner des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erhärtete den Verdacht. Mithilfe einer Rohrkamera konnten sie eine Großbombe identifizieren. Das erklärt Sprengmeister Uwe Zierdt gegenüber der RUNDSCHAU. Die Bombe liegt zwischen drei und fünf Metern Tiefe mittig der Fahrbahn. Sie wurde durch den Bohrkopf sogar leicht angebohrt. Eine Entschärfung sei unmöglich. Deshalb bleibt nur die Sprengung. "Die Autobahn wird danach definitiv kaputt sein - in beiden Fahrtrichtungen", prophezeit der Sprengmeister.

Damit wird die Autobahn zwischen Forst und Roggosen auf unbestimmte Zeit dicht bleiben. Sie ist eine wichtige Ost-West-Verbindung. Die nächsten Autobahnen zwischen Deutschland und Polen sind die A 4 zwischen Bautzen und Bunzlau und die A 12 zwischen Frankfurt (Oder) und Posen.

Die Sperrung der Autobahn zwischen Forst und Roggosen hat am Freitag auf den umliegenden Landstraßen für Stau gesorgt.

Den zu erwartenden Schaden durch die Sprengung will und kann bislang niemand abschätzen.