Prominente Vertreter der Opposition indes fanden sich unter den Geehrten nicht - was der Grünen-Fraktionschef Axel Vogel auch prompt kritisierte. Denn laut dem Brandenburger Ordensgesetz dürfen nur die Landtagspräsidentin, der Ministerpräsident und die Mitglieder des Kabinetts Vorschläge für den Brandenburger Verdienstorden machen. Zwar steht auf der Homepage der Staatskanzlei mittlerweile der Hinweis, dass jeder Brandenburger einen anderen für den Orden vorschlagen kann. Doch am Ende muss ein Fachminister diesen Vorschlag übernehmen - was dann wohl auch weiterhin relativ effektiv ausschließen dürfte, dass Kohlegegner oder Fluglärmaktivisten jemals mit dem Landesorden ausgezeichnet werden.

Und was wäre nach einem Regierungswechsel? Vermutlich nichts. Denn maximal dürfen 300 lebende Brandenburger gleichzeitig den Orden tragen. Und da viele der Geehrten erfreulicherweise bei bester Gesundheit sind, dürfte das Kontingent der Ordensträger schlicht erschöpft sein, falls die SPD einmal nicht mehr an der Regierung des Landes beteiligt sein sollte.