Nur rund 17 500 Menschen haben bislang die Leitausstellung „Fontane 200/autor“ zum Brandenburger Fontanejahr 2019 in Neuruppin besucht. Die Ausstellung, die am 1. April mit einem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Neuruppin eröffnet wurde, hat aus Sicht der Veranstalter trotzdem die Erwartungen erfüllt. „Von einer Fontane-Müdigkeit ist in Brandenburg keine Spur“, sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD) am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Viele Menschen hätten Fontane für sich wiederentdeckt.

„Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Menschen in die Ausstellungen gehen und sich das anschauen“, sagte die Ministerin. „Aber meine Erwartungen sind übererfüllt.“ Für das Fontane-Jahr hat das Land im vergangenen Jahr rund 1,84 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Eine im Juni eröffnete Ausstellung im Brandenburger Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zählte bislang rund 2500 Besucher, eine Ausstellung über den Apotheker Fontane im Apothekenmuseum Cottbus kam bislang auf 3700 Gäste. Der Bürgermeister der 31 000 Einwohner zählenden Stadt Neuruppin, Jens-Peter Golde, berichtete, dass die Stadt im Jahr 2018 rund 5800 Besucher bei Stadtführungen zählte. In diesem Jahr könne man bereits 6000 Teilnehmer verzeichnen. „Wir werden es in eine Größenordnung kriegen, die man in den bisherigen Jahren nicht hatte“, sagte Golde. „Die Rechnung ist aufgegangen.“