Da unter den Insassen auch viele zu Unrecht Inhaftierte waren, hoffe man mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung endet am 11. Juni. Das einzige DDR-Militärgefängnis wurde seit 1968 betrieben. Ab 1982 wurde es zudem vom DDR-Verteidigungsministerium genutzt, um bei inhaftierten Soldaten mit einer sogenannten Disziplinareinheit Gehorsam durchzusetzen. Viele Insassen berichteten von teilweise unmenschlichen Drill- und Erziehungsmethoden. "Manche leiden bis heute unter dem Trauma", sagte Holstein. Das Gefängnis wurde 1990 geschlossen.

Die Schicksale der Häftlinge sind bisher nicht aufgearbeitet, auch weil die Unterlagen vernichtet wurden. Inzwischen kümmert sich auch ein von Betroffenen gegründeter Verein um die Aufarbeitung.