Als Bewerber wünschen sich die Veranstalter ausdrücklich auch kleinere Gemeinden. Die Veranstaltungen würden immer professioneller und größer, teilte die Marketing-Organisation pro agro am Mittwoch in Teltow (Potsdam-Mittelmark) mit. Ihr Geschäftsführer Gerd Lehmann bemerkte dazu: "Wir fürchten, dass diese Tendenz dazu führt, dass kleinere, attraktive Gemeinden daher annehmen, für die Ausrichtung eines solchen Landesfestes nicht geeignet zu sein." Mit dem Landesfest soll eine Gemeinde einer Region stellvertretend für das gesamte Land das Spektrum des ländlichen Lebens darstellen. Bewerben können sich "alle räumlich geschlossenen Gemeinden beziehungsweise Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3000 Einwohnern". Die Gemeinde verpflichte sich dann, mit Unterstützung des Landesbauernverbandes und des Landfrauenverbandes den Erntekronen- und den Ernteköniginnen-Wettbewerb auszurichten.Landwirtschaftliche Erzeuger, Verarbeiter, Handwerk, Vereine und Kulturgruppen müssten auf jeden Fall in das Fest eingebunden werden, erläuterte pro agro. "Gemeinschaftliches Leben, Kultur und Brauchtum, wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, Regionalvermarkter und Produkte sowie auch die Probleme des ländlichen Raumes sollen dargestellt werden." Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 21. August. Pro agro bietet vor der Abgabe von Bewerbungen die Möglichkeit einer Beratung. Zur Organisation eines solchen Termins sei eine unverbindliche Meldung bis zum 20. Juli hilfreich. dpa/bw