Es wollten noch immer viele Menschen wissen, wie die DDR-Staatssicherheit in ihr Leben eingegriffen habe, sagte Behördenchef Roland Jahn. Dabei kommt gut jeder vierte Antrag von Menschen, die schon früher in die Akten geschaut haben und sich nun weitere Erkenntnisse erhoffen.

2014 gingen in der Bundesbehörde knapp 67 800 Bürgeranträge auf Akteneinsicht ein. Bis Ende November dieses Jahres beantragten auch etwa 1200 Forscher und Medienvertreter einen Blick in die Unterlagen. Es dauere zum Teil noch immer zu lange, bis Auskünfte erteilt werden können, räumte der frühere DDR-Oppositionelle ein.

"Wir haben weitere Anstrengungen unternommen, aber die Wartezeiten sind nicht zufriedenstellend." Werde zu einem Antragsteller viel Material im Archiv entdeckt, könne die Auskunft auch mehr als zwei Jahre dauern. Menschen, zu denen es nur wenige Quellen gibt, bekommen laut Jahn innerhalb von vier, fünf Monaten Auskunft.