Und doch gibt es innerhalb der Klostermauern einen Ort, der eine Verjüngungskur dringend nötig hat: die Klosterkirche. Deren letzte umfassende Sanierung liegt 40 Jahre zurück. "Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, bedarf doch die gesamte Raumschale dringend der Erneuerung", betont Stanislaw Tillich (CDU), Sächsischer Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt sowie Vorsitzender des Freundeskreises für das Kloster St. Marienstern. Eben dieser Freundeskreis hat jetzt gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung ein Projekt ins Leben gerufen, das erste dringend erforderliche Restaurierungsmaßnahmen ermöglichen soll: die Fundraising-Aktion "Aus Eins mach Drei.""Fundraising bedeutet in diesem Falle, dass unsere beiden Institutionen auf jeden Spendeneuro, der für die Sanierung des Kirchen innenraumes gegeben wird, zwei Euro drauflegen", erläutert Joachim Hoof, Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Die Obergrenze wurde auf insgesamt 150 000 Euro festgelegt.
Diese Summe genügt zwar nicht, um den gesamten Kir chen innenraum zu erneuern. Hierfür wären laut Stanislaw Tillich circa 750 000 Euro erforderlich. "Wir konzentrieren uns daher besonders auf die Restaurierung dreier besonders wertvoller Kunstdenkmäler in der Kirche - nämlich der drei Seitenaltäre", so Joachim Hoof. Dabei handelt es sich um den Nothelferaltar aus dem Jahre 1480, den Maria-Magdalenen-Altar von 1520 sowie den Annenaltar aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Mithilfe weiterer Sponsoren sowie von Fördergeldern des Freistaates Sachsen wolle man aber auch die darüber hinaus benötigten Mittel für die Innensanierung der Kirche aufbringen, so Stanislaw Tillich. Beginnen sollen die Maßnahmen in der Mitte des kommenden Jahres.
Der Ministerpräsident des Freistaates, Georg Milbradt (CDU), erinnert an die vielfältigen kulturellen Impulse, die in den vergangenen Jahren vom Kloster St. Marienstern ausgingen. "Das Mäzenatentum war schon immer unverzichtbar, um kulturelle Werte zu bewahren", betont er. Allerdings wolle sich auch der Staat seiner Verantwortung stellen. Insofern bestehen gute Chancen, dass auch die Klosterkirche von innen bald so schön aussieht wie noch nie seit 760 Jahren.