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| 02:39 Uhr

Aus einem geplanten Tagebaurestsee werden drei

Cottbus. Das neue Revierkonzept des Lausitzer Energieunternehmens Leag hat erhebliche Auswirkungen auf Planungs- und Genehmigungsverfahren. Das wurde am Dienstag in einer Sondersitzung des Brandenburger Braunkohlenausschusses in Cottbus deutlich. Simone Wendler

Der Verzicht auf das Erweiterungsfeld Jänschwalde-Nord führt beispielsweise dazu, dass die Folgelandschaft für die 2023 beendete Grube Jänsch walde verändert werden muss.

Statt eines geplanten Restsees an der Taubendorfer Rinne soll es drei kleinere Seen bei Taubendorf, Jänschwalde-Ost und Heinersbrück geben, kündigte Gert Klocek, Leiter Bergbauplanung, an. Eine entsprechende Information soll der Planungsbehörde in den nächsten Tagen zugehen.

Klocek begründete die Änderung mit den hydrologischen Verhältnissen durch den Verzicht auf den Anschlusstagebau. Ohne Änderung der Planung würden die Gebiete westlich des Tagebaus nach der Stilllegung dauerhaft entwässert werden.

Am Tagebau Welzow-Süd, wo die Entscheidung über das Erweiterungsfeld erst in den kommenden zwei Jahren fallen soll, wird die Leag, so Klocek, Zeit gewinnen, indem die Bagger zunächst in einen kleinen Bereich einschwenken, in dem sich der genehmigte Tagebau und die Anschlussgrube überlappen. Im sächsischen Teil des Lausitzer Revieres muss das begonnene bergrechtliche Verfahren für die Zukunft des Tagebaus Nochten neu beginnen. Statt eines Erweiterungstagebaus wird die Leag dort nur noch ein kleines Sonderfeld Mühlrose abbaggern.

Klaus Weymanns, Chef des Bergbaubereiches in der gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg, kündigte an, dass das Braunkohlenplanverfahren für Jänschwalde-Nord in naher Zukunft offiziell eingestellt wird. Wie mit den jetzt vorgesehenen Änderungen der Bergbaufolgelandschaft für den Tagebau Jänschwalde umgegangen werde, sei noch nicht entschieden. Falls die Leag doch noch auf Welzow-Süd II verzichtet, seien auch dort umfangreiche Änderungen der Planungen für die Rekultivierung des laufenden Tagebaus nötig.