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Aufräumen nach dem Sturm

Unweit von Bad Liebenwerda hat der Sturm mehrere 380-KV-Strommasten zerstört. Zeitweise waren 20 000 enviaM-Kunden ohne Strom.
Unweit von Bad Liebenwerda hat der Sturm mehrere 380-KV-Strommasten zerstört. Zeitweise waren 20 000 enviaM-Kunden ohne Strom. FOTO: Jens Berger
Cottbus. An diese Gewitternacht vom Donnerstag zum Freitag werden sich viele Lausitzer noch schmerzlich erinnern. Die Feuerwehren sind vom Spreewald bis ins Zittauer Gebirge im Dauereinsatz gewesen. Sascha Klein

Wie die Rettungsleitstellen in Cottbus und Hoyerswerda mitteilen, sind die Einsatzkräfte wegen des Wetters etwa 670-mal alarmiert worden. Immer wieder sind Bäume umgeknickt und haben Straßen blockiert. Wie hoch der Sachschaden insgesamt ist, ist noch unklar.

Besonders schlimm hat es den Elbe-Elster-Kreis getroffen. Durch Bad Liebenwerda ist ein kleiner Tornado gefegt, mehrere 380-KV-Strommasten nahe der Kurstadt sind abgeknickt. In etlichen Orten ist der Strom ausgefallen. Auch den Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat es erwischt: Dort sind 70 Reisende bei Ortrand aus einem Zug evakuiert worden. Sie sind in Ortrand im Feuerwehrhaus betreut worden. Später sind sie per Bus an ihr Ziel gebracht worden.

Die Polizeidirektion Süd in Cottbus hat 70 witterungsbedingte Einsätze gezählt. In Elsterwerda (Elbe-Elster) ist sogar die Polizei selbst betroffen gewesen, sagt Polizeioberkommissar Maik Kettlitz. Dort hat ein großer Ast die Heckscheibe eines Funkwagens zerstört. Zudem musste die Feuerwehr einen Baum sichern, der drohte aufs Polizeirevier zu fallen. In Zeuthen (Dahme-Spreewald) ist eine 25-jährige Beifahrerin verletzt worden, nachdem ein Ast auf das Auto gekracht war. Auch in Königsbrück und Kamenz (beide Kreis Bautzen) haben umkippende Bäume Autos beschädigt. Unterbrochen gewesen sind unter anderem auch die Bahnstrecke von Dresden nach Görlitz und von Berlin Richtung Spreewald. Seite 17