"Weder Bestrafung noch Freispruch wäre das richtige Signal", so der Vorsitzende Richter.

Die 54- bis 69-jährigen Männer waren am 9. Mai 2013 mit etwa 40 weiteren Mitgliedern des Traditionsverbands Nationale Volksarmee vor dem Ehrenmal in ihren alten Paradeuniformen und mit Truppenfahne aufmarschiert. Sie legten anlässlich des 68. Jahrestages der Befreiung von der Nazi-Herrschaft Blumen und Kränze nieder. Der Auftritt, bei dem ehemalige DDR-Offiziere auch Säbel und Orden trugen, hatte für Diskussionen gesorgt. Politiker und Opferverbände sprachen von einer "unsäglichen Provokation".

Die Angeklagten hatten sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein Verteidiger sagte, der Auftritt sei keine Demonstration gewesen. "Es war ein Ehren von sowjetischen Soldaten, die ihr Leben ließen." Die NVA sei nicht verboten worden. Ein anderer Anwalt sprach am Rande des Prozesses von einem politischen Verfahren. Nach zweistündiger Verhandlung wurde das Verfahren mit der Zustimmung aller Beteiligten auf Kosten der Landeskasse eingestellt.