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| 01:43 Uhr

Auflagen für Jugendämter werden verschärft

Stephan Thomae fordert mehr persönlichen Kontakt zwischen Vormund und Mündel. Foto: dpa
Stephan Thomae fordert mehr persönlichen Kontakt zwischen Vormund und Mündel. Foto: dpa FOTO: dpa
Berlin. Die Liberalen erhoffen sich von dem neuen Vormundschaftsrecht einen besseren Schutz gefährdeter Kinder. Mit der am Donnerstagabend vom Bundestag verabschiedeten Neuregelung dürfe ein Amtsvormund höchstens 50 Mündel gleichzeitig betreuen, erklärte der FDP-Abgeordnete Stephan Thomae am gestrigen Freitag in Berlin. AFP/bl

Außerdem müsse der Vormund sein Mündel in der Regel einmal im Monat in seinem persönlichen Umfeld besuchen. Damit werde „der Schutz von Mündeln entscheidend verbessert“, hofft Thomae.

Dem neuen Gesetz zufolge kann der mangelnde persönliche Kontakt eines Vormundes zu seinem Mündel auch zur Entlassung des Betreuers führen. Die schwarz-gelbe Koalition hat mit der Neuregelung die Konsequenzen auch aus Fällen wie dem des zweijährigen Kevin gezogen, dessen Leiche 2006 im Kühlschrank seines Stiefvaters gefunden worden war. Der zuständige Amtsvormund hatte nach Thomaes Angaben damals über 200 Mündel gleichzeitig zu betreuen. Die schwarz-gelbe Koalition habe die Umstände, die zu diesem Vorfall geführt haben, analysiert und aufgearbeitet, erklärte der FDP-Politiker.