Dass das Leipziger Landgericht die Schadensersatzklage des Mitgesellschafters der SachsenLB-Tochter MDL abwies, spricht zumindest dafür, dass man den Bankenchefs in dem Finanzstreit keinen Vorsatz nachsagen kann. Ob sich die höheren Instanzen diesem Urteil anschließen, bleibt abzuwarten. Wenn ja, wäre dies auch eine Entlastung für die Steuerzahler. Ein Image-Schaden ist für die einzige ostdeutsche Landesbank dennoch entstanden. Denn seit Jahren ranken sich um das Geldhaus Geschichten von Mätressenwirtschaft über Bespitzelung bis zu Urkundenfälschung. Dafür trägt neben inzwischen geschassten Bankchefs auch die Regierungsebene um Premier Georg Milbradt und seinem Finanzer Horst Metz Verantwortung. Darum wird sich der Untersuchungsausschuss des Landtages weiterhin kümmern müssen.