Sie hätte auch sagen können: Nach wie vor führt kein Weg der Berliner Finanzgerichtsbarkeit nach Cottbus. Der Standort für ein gemeinsames Gericht in der Lausitz wird schlichtweg abgelehnt. Redebedarf heißt demnach: Das fusionierte Finanzgericht gehört nach Berlin.
Dass die Potsdamer Justizministerin Barbara Richstein zum Vor-Ort-Termin geladen hatte, um für den hochmodernen Lausitz-Standort zu werben, muss respektiert werden. Doch die Berliner Haltung scheint dies keinen Deut verändert zu haben. Und das war auch nicht zu erwarten. Wem der Weg von Berlin nach Cottbus zu weit ist, dem ist die Arbeit in der Lausitz auch nicht durch gelegentliche Verhandlungen per Videokonferenz zu versüßen.
Einzig und allein politische Entscheidungen können hier Weichen stellen. Wenn das Oberverwaltungsgericht von Frankfurt (Oder) nach Berlin zieht, muss das Finanzgericht von Berlin nach Cottbus kommen. Das war schon einmal zwischen beiden Ländern Konsens. Und bislang gibt es keinen triftiger Grund, von diesem Ziel abzuweichen.