Am Freitag aber wird es zunächst nur ein kleines Stück in dieTiefe gehen. Im südlichen Bereich des Platzes, der bisher derFrauenkirchen-Baustelle als Lagerplatz diente, werden Bagger dieobere Erdschicht abtragen und dann für drei Monate denArchäologen das Feld überlassen. Ab Sommer wird dann die Baugrubeausgehoben. Für Besucher der Frauenkirchen-Baustelle wird sichder Weg über den Neumarkt dann, sofern überhaupt möglich, zueinem Hindernislauf gestalten. Der Dresdner BaubürgermeisterHerbert Feßenmayr (CDU) rät, einen großen Bogen um den Neumarktzu machen. Überall wird gebuddelt, an der Tiefgarage,Zufahrtsstraßen werden neu gebaut, Versorgungsleitungen für diekünftigen Neumarktquartiere verlegt. Eine Zufahrt auf den Platzist dann ausgeschlossen und nur noch Baufahrzeugen gestattet. DerLieferverkehr zu den Hotels und Gaststätten , die sich bereitsauf dem Gelände befinden, muss neu organisiert werden.
Der Aufbau selbst beginnt mit dem so genannten Quartier Igegenüber dem Hotel Hilton. Die Planungen sehen vor, dass derPlatz künftig in großen Teilen verkehrsberuhigt gestaltet und vonDurchgangsverkehr frei gehalten wird, der Platz selbst soll eine„teppichartige Pflasterung aus Großpflastern“ erhalten. Entlangder Gehbahn sollen mit Elektrolampen ausgestattete Gaskandelaberaufgestellte werden. Das Beleuchtungskonzept sieht vor, dass dieFrauenkirche und die Platzmitte von den umliegenden Dächern derkünftig zu errichtenden Häuser aus angestrahlt wird. Die Rede istvon einer sparsamen Akzentbeleuchtung „“ .
Bereits im Jahr 2006, zur 800-Jahrfeier Dresdens, soll derNeumarkt Gestalt annehmen.
Er gilt als „Sanierungsgebiet“ und wurde in dasBund-Länder-Programm „Städtebauliche Erneuerung“ aufgenommen, mitdem angenehmen Effekt, dass Bund, Land und Stadt insgesamt 25,6Millionen Euro als Fördermittel zur Verfügung stellen. Allein indiesem Jahr will die Stadt noch rund vier Millionen Euro im Sanddes Neumarktes förmlich vergraben.