Die Fachkräftesicherung in Gesundheitsberufen, die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die Schaffung eines bundesweiten Präventions- und Gesundheitsförderungsgesetzes will Tack im nächsten Jahr ins Zentrum stellen. "Zahlreiche Gesetzesänderungen haben dazu geführt, dass die Anforderungen an den öffentlichen Gesundheitsdienst immer mehr gestiegen sind", so Tack. Auch für eine Fortschreibung des nationalen Impfplans will sich die Ministerin engagieren. Dagegen kritisierte die Opposition die "falsche Prioritätensetzung" der Ministerin.

Nötig seien eine Reform der Ausbildungsberufe in der Pflege sowie ein vereinfachter Zugang zum Medizinstudium, so der FDP-Landesvorsitzende Gregor Beyer. "Neben den Noten müssen künftig auch Berufserfahrungen in anderen medizinischen Berufen und die Persönlichkeit des Bewerbers als Bewertungsmaßstab herangezogen werden", so Beyer. "Noten allein sind kein Gradmesser für die Befähigung zum Medizinerberuf."

Der CDU-Landesvorsitzende und Arzt Michael Schierack betonte, der Vorsitz der Konferenz zwinge Ministerin Tack dazu, sich konsequenter mit Fragen der Gesundheitsversorgung zu befassen. "Bislang spielt die Gesundheitspolitik bei Ministerin Tack lediglich eine untergeordnete Rolle", so Schierack. Brandenburg müsse fit gemacht werden für die zunehmende Versorgung altersbedingter Erkrankungen.

Schon im Jahr 2010 habe die Union der Ministerin etwa vorgeschlagen, Studienbeihilfen für Brandenburger Medizinstudenten zu zahlen, um so gegen den Ärztemangel im Lande vorzugehen.