Es ist der 1. Mai 2015, abends 21 Uhr. Mehr als 500 Gäste haben sich auf der Treppe am Neuen Schloss versammelt und schauen gespannt in die Dunkelheit. Plötzlich tänzeln Lichtpunkte durch die Nacht. Diese werden immer größer. Man sieht Schauspieler. Sie verwandeln sich. Gebläseluft lässt Kostüme Formen annehmen. Plötzlich stehen sechs Pferde auf der Wiese. Danach wird ein Ballett aufgeführt, das der Muskauer Park in seiner 200-jährigen Geschichte so bestimmt noch nicht erlebt hat. Lichteffekte und die passende Musik machen die einmalige Stimmung mehr als perfekt.

Die Compagnie Quidams aus Frankreich überrascht mit ihrer Show alle und sorgt für zauberhafte Momente. Den Gästen gefällt es sichtlich, wie der Applaus und Bravorufe beweisen.

Nur ein Moment aus der Vielzahl schöner Momente, die der Muskauer Park sich und seinen Gästen in seinem Jubiläumsjahr bereitet hat.

200 Jahre vorher hatte Muskaus bekannter Sohn Hermann Graf von Pückler-Muskau seinen sicherlich verdutzten Bürgern zu verstehen gegeben, dass er einen Park anzulegen wünsche und er dafür ihre Grundstücke brauche. Kurz nachdem Napoleon besiegt worden war.

Nur gut, dass sich Pückler von seiner Vision nicht hat abbringen lassen. Nur gut, dass viele seiner Idee weiter gefolgt sind. Nur gut, dass heute viele den Park hegen und pflegen. Und das auf deutscher wie auf polnischer Seite. Dass Deutsche und Polen den Park immer als ihr gemeinsames Erbe anerkennen, ist das schönste Geschenk, das der Jubilar bekommen kann. Es ist auch ein wunderschönes Stückchen Erde - ein Platz zum Verlieben.