Die Junge Union (JU) erklärte sich am gestrigen Freitag bereit, den bisher in einem eigenen Antrag verlangten Begriff der Obergrenze aufzugeben. Stattdessen wollen die Jugendorganisation und der Unions-Mittelstand am Sonntag im Vorstand ein "Signal der Begrenzung" im Leitantrag der Parteispitze zur Flüchtlingspolitik durchsetzen. Andernfalls soll die Forderung einer Obergrenze im JU-Antrag bleiben.

Merkel verband ihre Ablehnung eines Limits mit ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit. "Obergrenzen sind einseitig und statisch und erschweren alles, was wir erreichen möchten. Das klar zu sagen, ist für mich eine Frage von Redlichkeit und Glaubwürdigkeit", sagte sie. "Wenn ich jedoch als Bundeskanzlerin heute eine Grenze definiere und diese Grenze wird morgen nicht eingehalten, weil eben doch mehr kommen, dann habe ich mein Versprechen nicht gehalten und die Probleme werden größer statt kleiner."