Insgesamt 17 von der Filmförderung Berlin-Brandenburg unterstützte Filme laufen in diesem Jahr im offiziellen Programm der Berlinale. "Jeder stirbt für sich allein" und "Soy Nero" werden im Wettbewerbsprogramm zu sehen sein. 15 weitere Beiträge sind Teil der Berlinale-Reihen Panorama, Forum, Generation und Perspektive Deutsches Kino.

"Die Filmbranche ist eine Branche, die für das Land Brandenburg eine große Bedeutung hat", sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Dienstag in Potsdam. Babelsberg als Filmstandort sei wichtig für die Reputation des Landes. Gerber verwies darauf, dass Produktionen aus dem Studio Babelsberg seit 2002 insgesamt 46-mal für den Oscar nominiert wurden und am Ende immerhin 14 der begehrten Filmpreise mit nach Brandenburg nehmen konnten. "Das ist ein wichtiger Beitrag zum internationalen Standortmarketing des Landes."

Die Geschäftsführerin des Medienboards Berlin-Brandenburg, Kirsten Niehuus, sprach davon, dass sich der Erfolg der Babelsberger Filmstudios verstetigt habe. Sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich boome die "Film-Hauptstadtregion".

Insgesamt hat das Medienboard Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr 25,6 Millionen Euro für die Filmförderung bereitgestellt. Zu den geförderten Filmen zählte etwa Steven Spielbergs Spionagefilm "Bridge of Spies", der an der im Kalten Krieg als Austauschort für Agenten bekannt gewordenen Glienicker Brücke spielt, die Potsdam und den Berliner Ortsteil Wannsee verbindet. Dieser Film wurde kürzlich für sechs Oskars nominiert. Insgesamt sechs der geförderten Filme erreichten mehr als eine Million Zuschauer in den Kinos. Wenn ein Film wirtschaftlich erfolgreich wird, ist das auch für die Filmförderung ein gutes Geschäft: "Dann werden die Fördermittel zurückgezahlt", so Niehuus. Allerdings machte der Vorstandsvorsitzende des Studios Babelsberg, Carl Woebcken, am Dienstag auch deutlich, dass trotz aller Erfolge die Rahmenbedingungen für die Filmförderung in Deutschland weiter verbessert werden müssten.

Die Bundesrepublik konkurriere mit anderen Ländern, wie etwa Frankreich und Italien, um neue Produktionen, sagte er weiter. Dort seien die einschlägigen Fördertöpfe aber erst vor Kurzem aufgestockt worden. "Wir müssen da in Deutschland auf jeden Fall nachlegen."