Von Bodo Baumert

Neun Angriffe auf Geldautomaten innerhalb der vergangenen drei Wochen – in Berlin und Brandenburg ist wieder eine Sprengbande unterwegs. Seit dem 19. Juni führt sie in schöner Regelmäßigkeit Attacken auf Bankomaten in Berlin, aber auch im Kreis Dahme-Spreewald durch .

Bisher konnte die Polizei die Täter nicht schnappen. Jetzt gibt es aber eine heiße Spur. Wie Frank Adelsberger, Leiter des Dezernats für organisierte und schwere Kriminalität beim Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg, der RUNDSCHAU bestätigt, deuten das Muster der Taten und das eingesetzte Gas auf eine Bande aus Holland hin.

In dieser Woche kommen deshalb Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen (NRW) nach Brandenburg, um sich mit den hiesigen Ermittlern auszutauschen.

Sprengbanden aus den Niederlanden sind kein neues Phänomen. Schon seit Jahren gibt es dort entsprechende Vorfälle. Nachdem die Banken massiv aufgerüstet hatten, wichen die Täter nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz  aus. Dort sind sie zur Landplage geworden, wöchentlich werden neue Angriffe auf Geldautomaten festgestellt. 92 waren es 2017 allein in NRW.

Von den 93 im vergangenen Jahr in Deutschland festgenommenen Tätern stammten 46 aus den Niederlanden.

In Brandenburg waren es bisher deutsche oder polnische Täter, die mit ihren Sprengattacken für Gefahr sorgten. Drei Banden wurden in den vergangenen Monaten ausgehoben.

Bildergalerie Gesprengte Geldautomaten in der Lausitz

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Geldautomatenbande schlägt erneut zu Neunte Sprengattacke in drei Wochen

Potsdam/Kyritz