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Atommüll bleibt bis 2033 in maroder Asse

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, rechts im Bild) im Atommüll-Lager Asse. Seit 2012 laufen hier Bohrungen, um zu erkunden, wie es hinter den 13 Atommüll-Kammern aussieht. Diese sind mit einer teils über 20 Meter dicken Betonschicht verschlossen.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, rechts im Bild) im Atommüll-Lager Asse. Seit 2012 laufen hier Bohrungen, um zu erkunden, wie es hinter den 13 Atommüll-Kammern aussieht. Diese sind mit einer teils über 20 Meter dicken Betonschicht verschlossen. FOTO: dpa
Remlingen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat Erwartungen an eine rasche Bergung des Atommülls aus der maroden Asse bei Wolfenbüttel gedämpft. "Mit der Rückholung kann aus heutiger Sicht erst 2033 begonnen werden", sagte sie am Dienstag bei einer Besichtigung des früheren Salzbergwerks. dpa/dst

Damit bezog sie sich auf Zeitschätzungen des für die Bergung zuständigen Bundesamtes für Strahlenschutz. Fraglich ist, ob die bis 1978 hier eingelagerten 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall überhaupt zu bergen sind. In die Asse dringen täglich rund 12 000 Liter Wasser ein. Deshalb und wegen Bewegungen im Untergrund ist unklar, wie lange sie noch stabilisiert werden kann.