Finanzminister Evangelos Venizelos sprach am Freitag bei der Vorstellung des Etats im Parlament von einem „nationalen Neubeginn“. „Die Erfüllung aller von unserem Land versprochenen Reformen ist von existenzieller Bedeutung“, heißt es in der Einleitung des Entwurfes. Dem Lande bleibe nur noch „wenig Zeit“, sich mithilfe der Partner in der EU zu retten. Venizelos machte keinen Hehl daraus, dass den Griechen weiter schwere Zeiten bevorstehen: „Wir alle wollen reich und gesund und nicht arm und krank sein. Wir müssen aber jetzt an die Zukunft des Landes und unserer Kinder denken.“

Die griechische Regierung will das Defizit 2012 von heute etwa neun auf 5,4 Prozent drücken. Voraussetzung sei, dass die Banken einem freiwilligen Schuldenschnitt bei griechischen Anleihen in Höhe von 50 Prozent zustimmen. Zurzeit finden Verhandlungen statt, um die entsprechenden Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels in die Tat umzusetzen.