Zu den konkreten Inhalten der Unterredung sowie zum Aufenthaltsort Mursis machte sie keine Angaben.

Der islamistische Politiker war am 3. Juli vom Militär gestürzt worden und wird seitdem an einem unbekannten Ort festgehalten. Die Muslimbruderschaft, aus deren Reihen Mursi stammt, rüstete sich indes für neue Massenkundgebungen, um gegen den "Militärputsch" zu protestieren.

Ashton hatte Mursi in der Nacht zum Dienstag an seinem Inhaftierungsort getroffen. Der gestürzte Präsident habe Zugang zu Informationen in Form von Fernsehen und Zeitungen, erklärte sie auf ihrer Pressekonferenz in Kairo. "Wir hatten ein zweistündiges Gespräch, ein freundliches und sehr offenherziges Gespräch." Zum Aufenthaltsort Mursis sagte sie nur: "Ich habe die Einrichtung gesehen, aber ich weiß nicht, wo sie ist."

Die neuen ägyptischen Machthaber gewährten Ashton als erster Politikerin aus dem Ausland Zugang zu Mursi. Nach ägyptischen Medienberichten wurde sie mit einem Militär-Hubschrauber zum Aufenthaltsort Mursis geflogen. Ein EU-Sprecher in Brüssel wollte dies aber weder bestätigen noch dementieren. Das Militär hält den gestürzten Präsidenten seit dem 3. Juli an einem unbekannten Ort fest. Bislang durfte er nicht einmal einen Anwalt empfangen.