Offizieller Anlass des fünftägigen Besuchs ist der 150. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Tokio und Berlin. Bei dem Treffen mit dem Kaiser und einem Mittagessen dürfte es aber auch um die Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima gegangen sein. Bereits am Sonntag hatte Wulff dem japanischen Volk Unterstützung zugesichert.

Argentinien wählt seine Präsidentin wieder

B ei der Präsidentenwahl in Argentinien ist Amtsinhaberin Cristina Fernández de Kirchner (58) mit einem überwältigenden Sieg wiedergewählt worden. Die links-peronistische Staatschefin erhielt nach offiziellen Angaben 53,8 Prozent der Stimmen. Das ist der deutlichste Sieg bei einer Präsidentschaftswahl in Argentinien seit knapp vier Jahrzehnten. Den zweiten Platz erreichte deutlich abgeschlagen mit 17 Prozent der Sozialist Hermes Binner. Die Staatschefin profitierte vor allem vom anhaltenden Wirtschaftswachstum .

US-Botschafter verlässt Syrien

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, hat das Land nach wiederholten Angriffen und Drohungen verlassen. Ford sei am Wochenende nach Washington zurückgekehrt, nachdem glaubhafte Drohungen gegen ihn eingegangen seien, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Mark Toner, am Montag. Seine mögliche Rückkehr hänge von der Sicherheitslage vor Ort ab.

Serbische Barrikaden im Kosovo bleiben

Im Streit um Grenzbarrikaden im Kosovo bleiben die Fronten verhärtet. Es sei „kein wirklicher Fortschritt erzielt“ worden, berichtete der Bürgermeister der serbischen Kosovo-Gemeinde Zubin Potok, Slavisa Ristic, nach fünfstündigen Verhandlungen mit Präsident Boris Tadic in Belgrad. Er und seine drei Bürgermeisterkollegen hätten die Forderung von Tadic abgelehnt, der internationalen Schutztruppe Kfor und der EU-Rechtsstaatsmission (Eulex) die freie Fahrt auch im Norden des Landes zu ermöglichen.

Islamisten bei Wahlen in Tunesien vorn

B ei den ersten freien Wahlen in Tunesien zeichnet sich ein Wahlerfolg der islamistischen Ennahdha-Bewegung ab. In den bereits ausgezählten Wahlkreisen liege die Partei mit einem Stimmanteil zwischen 25 und 50 Prozent weit vorn, sagte ein Mitglied der Ennahdha-Führung am Montag. Die sozialdemokratische PDP bestätigte den Trend.