Zu der Veranstaltung waren auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) gekommen. Platzeck bezeichnete in einer Mitteilung der Potsdamer Staatskanzlei das Ausstellungshaus als "eindrucksvolles Schaufenster der Geschichte unseres Landes". Das Museum in dem für rund 14 Millionen Euro sanierten historischen Pauli-Kloster zeigt für Besucher ab heute rund 6000 Exponate aus rund 50 000 Jahren Brandenburger Kulturgeschichte. Wegen zu feuchter Wände war die Eröffnung um fast ein Jahr verschoben worden.

Zu den Exponaten auf etwa 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gehören das dem Museum zufolge älteste bekannte Netz der Menschheit, steinzeitliche Waffen und ein erst kürzlich ausgegrabener Goldschatz aus Fürstenberg (Oberhavel). Ergänzt wird die Dauerausstellung um multimediale Darstellungen. Nach Angaben des Landesarchäologen Franz Schopper geht der Rang einzelner Stücke weit über die Mark hinaus.

Wanka erklärte, die archäologischen Funde verdeutlichten erstmals ausführlich die Breite und Vielfalt der kulturgeschichtlichen Entwicklung der Mark. Wie die Staatskanzlei mitteilte, konnten viele bedeutende Funde bei Rettungsgrabungen geborgen werden. Bislang seien sie aber nur für Forschung und Restauratoren zugänglich gewesen. 1990 hatte das alte Museum für Ur- und Frühgeschichte Potsdam im Schloss Babelsberg aus konservatorischen Gründen geschlossen werden müssen. dpa/das