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| 02:38 Uhr

Arbeit statt Almosen für die Lausitz

Wolfgang Krüger drängt auf eine Vorstellung von der Zukunft der Lausitz.
Wolfgang Krüger drängt auf eine Vorstellung von der Zukunft der Lausitz. FOTO: dpa
Cottbus. "Neue Arbeit statt Almosen" und "Ein Gigawatt für ein Gigawatt" – die Wirtschaft der Lausitz schiebt ein neues Herangehen an den bevorstehenden Strukturwandel in der Region an. Ihr Lausitz-Papier soll alle Akteure unter einem Dach vereinen. Christian Taubert

Ein neues Herangehen an den Strukturwandel, der der Lausitz in den nächsten Jahrzehnten bevorsteht, hat die Wirtschaft der Region vorgeschlagen. In einem Lausitz-Papier machen IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger und Rüdiger Lange, Geschäftsführer der Innovationsregion Lausitz, Vorschläge über die bisherige Förderkulisse hinaus.

In dem Papier heißt es, dass die Bundesregierung durch ihre klimapolitischen Entscheidungen allein die Verantwortung für die Beschädigung der industriellen Wertschöpfungsketten und die drohenden Wohlstandsverluste einer ganzen Region trage. Deshalb sei es folgerichtig, dass der Bund auch für die Bekämpfung der Folgen seiner Politik einstehe.

Der Verlust von Wirtschaftskraft müsse auf der Basis der Lausitzformel "Ein Gigawatt für ein Gigawatt" durch bundespolitische Entscheidungen ausgeglichen werden. Die Autoren erläutern: Für jedes Gigawatt Kraftwerksleistung, das aufgrund bundespolitischer Entscheidungen in der Lausitz abgeschaltet werde, "wird der Region rechtlich verbindlich eine industrielle Aufbauleistung im gleichen Wert zugeordnet".

"Wir müssen eine Vorstellung von der Zukunft der Lausitz entwickeln, um am Ende des Jahres im neuen Koalitionsvertrag beim Bund verankert zu werden", betont Krüger. Dafür müssten alle Akteure in der Region einig werden, dass der Strukturwandel einer nationalen Anstrengung mit dem Ziel "Neue Arbeit statt Almosen" bedürfe.

Themen des Tages Seite 3