„Die Amerikaner haben es nicht geschafft, die Welt zu überzeugen, dass die Iraker Massenvernichtungswaffen haben und die Iraker schaffen es genauso wenig, die öffentliche Meinung vom Gegenteil zu überzeugen“ , meint Salama Ahmed Salama, Kolumnist der regierungsnahen ägyptischen Tageszeitung „Al-Ahram“ gestern. Besonders dünn findet Salama die Argumentation Washingtons in Bezug auf die angeblichen Verbindungen von Präsident Saddam Hussein zu islamistischen Terroristen. Sollte sich der von Powell genannte Jordanier Abu Musab el Sarkawi tatsächlich im Nordirak aufgehalten haben, so könne dies nicht dem irakischen Regime angelastet werden, da Bagdad die nördliche Kurdenregion nicht kontrolliere.
Auch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, äußerte sich nach der Sitzung des Weltsicherheitsrats skeptisch, allerdings ohne den Amerikanern bewusste Fehlinformation vorzuwerfen.
Am 16. Februar sollen sich die Außenminister der 22 Mitgliedstaaten der Arabischen Liga zu einer Sondersitzung in Kairo versammeln, um Lösungen zur Verhinderung eines Krieges zu finden. Nach Einschätzung von Beobachtern werden die Minister diese „Zauberformel“ genauso wenig finden wie die Staats- und Regierungschefs der Ligastaaten, die sich rund zwei Wochen später zu einem Gipfel in Kairo treffen wollen. (dpa/hüc)