(iwe) Alte Herrenhäuser lassen sich auf dem freien Markt im Grunde nur als Hotels, als Firmensitze größerer Unternehmen oder als öffentlich geförderte Einrichtungen finanzieren. Das erklärt Brandenburgs Landeskonservator Thomas Drachenberg. Wenn ein einzelnes Schloss aus dem Bestand der Schlössergesellschaft verkauft werde, sei zu erwarten, dass größere Kompromisse zwischen Erhalt und Nutzung gemacht werden müssten. „Die Schlösser haben im Grunde genommen mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ihre historischen Existenzbedingungen verloren", sagt Drachenberg. Damals waren die Schlösser von großen Landgütern umgeben gewesen, die den Betrieb der Schlösser und Herrenhäuser finanzierten. „Angesichts der Größe der einzelnen Anlagen ist es schwer, die nötigen Einnahmen für den Erhalt der Schlösser zu erwirtschaften."