Zwar würden in Sachsen ständig Apotheker gesucht, allerdings gestalte sich die Suche im ländlichen Raum schwieriger als in den Ballungsräumen Dresden, Chemnitz und Leipzig. "Für die Apothekeninhaber auf dem Land bedeutet das, sich langfristiger um ihre Nachfolge kümmern zu müssen."

Die Zahl der Apotheken in Sachsen ist seit 2011 leicht rückgängi - von 1001 auf 991 Ende des vergangenen Jahres. Aber: "Von einer Unterversorgung kann in Sachsen keine Rede sein", stellt Dittrich klar. Die öffentlichen Apotheken stellen auch die Versorgung auf dem Land sicher. "Nicht vorrätige Arzneimittel werden per Boten zu den Patienten gebracht, die die Apotheke nicht noch einmal aufsuchen können."

Für die Versorgung von abgelegenen Orten oder Ortsteilen ohne Apotheke gibt es noch die Möglichkeit, eine Rezeptsammelstelle zu betreiben. 66 solcher speziellen Briefkästen, in die Patienten ihre Rezepte einwerfen können, gibt es derzeit. Eine Apotheke versorgt in Sachsen im Durchschnitt 4100 Patienten. Durchschnittlich 83 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Verkauf rezeptpflichtiger Medikamente.