"Die Jungen und Mädchen bestimmen, welche Seminare und Veranstaltungen angeboten werden", sagte Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp gestern in einem Gespräch. Aktuell nehmen 21 Schulen im Land bereits teil, zwölf weitere sollen folgen. Gestern wurden sie mit ausgewählten Projekten auf dem Landespräsentationstag in Potsdam vorgestellt.
Die Schulen sollten sicherstellen, dass die Projekte auch wirklich genutzt werden. "Rund 70 Prozent der Schüler und Lehrer müssen eine Erklärung unterschreiben, nach der sie sich verpflichten, das Projekt zu unterstützen", sagte Jungkamp. Inhaltlich sei jede Lehranstalt frei.
Für die Seminare bekämen die Schüler auch ein eigenes Budget, sagte Jungkamp. Eine allgemeine Richtlinie für die Höhe gebe es nicht. Sie orientiere sich an der inhaltliche Konzeption der Veranstaltung. "Jeweils 50 Prozent der Kosten tragen Bildungs- und Familienministerium". Innerhalb der verschiedenen Antidiskriminierungsprojekten von Brandenburg sei "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" eines der zentralen Projekte.
"An den teilnehmenden Schulen hat sich die Atmosphäre deutlich verbessert", sagte Jungkamp. Er hoffe, dass sich mehr Grundschulen an dem Projekt beteiligen, da "man schon bei den Kleinen anfangen soll". Bislang sei es nur eine. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wurde 1988 in Belgien ins Leben gerufen, 1995 wurde die Idee in Deutschland übernommen. Insgesamt machen bundesweit rund 300 Schulen mit. (dpa/mb)