Zugleich sei die Aufklärungsquote um drei auf etwa 42 Prozent verbessert worden. Bei Gewaltstraftaten in diesem Bereich wuchs die Quote sogar um zehn auf 82 Prozent. Der leichte Anstieg wurde Schönbohm zufolge im Wesentlichen durch eine Zunahme von Schmierereien verursacht (plus 49).
Im Bereich Terrorismus wurde mit einem linksextremistischen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Strausberg (Märkisch-Oderland) im Februar nur eine Straftat im Land verzeichnet.
Nach Schönbohms Worten bleibt die Bekämpfung rechtsmotivierter Straftaten ein Schwerpunkt polizeilichen Handelns. Auf diesem Gebiet wurden im vergangenen Jahr mit 993 Fällen zehn mehr als ein Jahr zuvor registriert. Im Zuge der Angleichung des bundesweiten Meldeverhaltens stufte das Landeskriminalamt davon 982 Fälle als extremistisch ein. Insgesamt hatten 21,24 Prozent der Fälle (211) einen fremdenfeindlichen Bezug; 9,67 Prozent (96) waren antisemitisch motiviert.
Schönbohm zeigte sich überzeugt, dass der hohe polizeiliche Druck auf die rechtsextreme Szene Wirkung zeigt. So habe die Mobile Einsatzeinheit gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit (Mega) im vergangenen Jahr mehr als 24 500 Personen kontrolliert, 521 fest-oder in Gewahrsam genommen sowie 2000 Platzverweise ausgesprochen. (dpa/ta)