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Anschlag auf Unicef-Bus in Somalia

Mogadischu. Die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab in Somalia hat wieder zugeschlagen. Einem Anschlag fielen humanitäre Helfer der Vereinten Nationen zum Opfer. Einer von ihnen war aber offenbar der Täter. dpa/kr

Ein Selbstmordattentäter der Terrororganisation Al-Shabaab hat sich in Somalia in einem Unicef-Bus in die Luft gesprengt und mindestens neun Menschen mit in den Tod gerissen. Die Opfer des Anschlags seien somalische und ausländische UN-Mitarbeiter, sagte Polizeisprecher Mohamed Ali am Montag. Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag auf das Fahrzeug des UN-Kinderhilfswerks in der Stadt Garowe, der Hauptstadt des Bundesstaates Puntland.

Der Täter habe offenbar auch für die UN gearbeitet, sagte Ahmed Abdullahi Samatar Layli, der Polizeichef von Garowe. Woher die anderen getöteten Ausländer stammten, war zunächst unbekannt. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden.

Unicef sprach in einer Stellungnahme von nur vier toten Mitarbeitern. Die unterschiedlichen Angaben zu den Opferzahlen konnten zunächst nicht geklärt werden. Der Anschlag ereignete sich Unicef zufolge, als die UN-Mitarbeiter auf dem kurzen Weg von ihrem Gemeinschaftshaus zur Arbeit im UN-Gebäude waren. "Unsere Kollegen haben ihr Leben der Arbeit für die Kinder von Somalia gewidmet", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. "Sie sind keine Opfer. Sie und jene, die verletzt wurden, sind Helden", betonte er. Unicef werde sich auch weiter für Kinder und arme Familien in Somalia einsetzen.

Ein Kämpfer Al-Shabaabs sagte einer der Gruppe nahestehenden Webseite zufolge, die meisten der zehn Toten seien Ausländer.

Die Terrorgruppe bekämpft auch die internationalen Truppen, die versuchen, das seit über zwei Jahrzehnten von Kriegswirren gezeichnete Land am Horn von Afrika zu stabilisieren.

Soldaten der internationalen Friedenstruppe Amisom gerieten am Montagmorgen im Süden Somalias in einen Hinterhalt. Dabei wurden laut einer Pressemitteilung drei Soldaten getötet. Al-Shabaab behauptete hingegen, ihre Kämpfer hätten zehn Soldaten getötet.