An ihr nahmen außer Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU), der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) und Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) teil. In Vertretung des tschechischen Verkehrsministers kam Magdalena Konickovaden. Die Erklärung soll Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) übergeben werden. Sie enthalte die Forderung nach Fortsetzung der geplanten Stromregulierungsmaßnahmen sowie nach Wiederaufnahme der Planungen, um die Schiffbarkeit zu verbessern.
Nach Daehres Einschätzung würde sich die Regulierung des Stroms auch positiv auf die Hochwasser-Gefahr auswirken. "Wegen etwas zu viel Regen in zu kurzer Zeit dürfen wir dieses wirtschaftlich wichtige Projekt nicht aufgeben", sagte Daehre mit Blick auf die Flut vom vergangenen Sommer. Ein weiterer Ausbau der Elbe sei auch vorteilhaft für die Binnenhäfen in Magdeburg, Dresden und Wittenberge, meinten die Teilnehmer der Runde. Durch eine ganzjährige Schiffbarkeit könnten die Binnenhäfen in den Städten wieder deutlich mehr an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen.
Außerdem sprachen sich die Teilnehmer für den Bau der Autobahnen 14 und A 39 aus. Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes bei Wittenberge könnte hier ein Umsteige- und Umschlagzentrum entwickelt werden. "Die Umsetzung dieser Forderungen wären wirkliche Wirtschaftsfördermaßnahmen im Aufbau Ost", sagte der Wittenberger Bürgermeister Klaus Petry (SPD) in Richtung des Bundesverkehrsministe rium. (dpa/ta)

Hintergrund Sachsen will Stopp
 Sachsens Umweltminister Steffen Flath (CDU) hat vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe einen generellen Stopp des Elbe-Ausbaus verlangt. "Die Flut hat gezeigt, dass wir den Fluss nicht weiter ausbauen dürfen", sagte Flath unmittelbar nach der Flutkatastrophe. Eine Begradigung erhöhe die Fließgeschwindigkeit und verstärke damit die Kraft des Flusses. "Die Wassermassen benötigten für die 120 Kilometer lange Strecke von Prag nach Dresden nur zwei Tage", erklärte Flath. Wenn der Fluss langsamer fließe, richte er weniger Schaden an. Zudem bliebe mehr Vorbereitungszeit, sich gegen Hochwasser zu wappnen. "Wir sind gut beraten, wenn wir die Elbe so belassen, wie sie ist."