Die See-, Land- und Luft-Blockade des Libanon "erniedrige" das Land und sei "unvereinbar mit dessen Souveränität", sagte er gestern in Nakura, wo die UN-Friedenstruppe Unifil ihr Hauptquartier hat. Annan forderte die libanesische Regierung zugleich auf, die Grenzen zu sichern.
Mit einer umfangreichen Verstärkung soll die Friedenstruppe bis Ende der Woche auf ihre künftige Mission vorbereitet werden. Italien entsandte gestern 2500 Soldaten, die von den Häfen Brindisi und Tarent in Richtung Südlibanon aufbrachen. Nach der Truppenstellerkonferenz in New York wurde erwartet, dass weitere Staaten ihren Blauhelmen den Marschbefehl erteilen. Die bislang gut 2000 Mann starke UN-Truppe soll um 3500 Mann aufgestockt werden.
Das Bundeskabinett könnte laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag über den deutschen Beitrag entscheiden. (AFP/roe)