Zeitgleich arbeiteten die Republikaner im Abgeordnetenhaus an einem eigenen Kompromiss, wie US-Medien berichteten.

Der bisherige Plan der Senatoren sieht vor, die Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro) vorübergehend bis 7. Februar anzuheben. Damit soll der drohende Zahlungsausfall der USA abgewendet werden, der für die US-Wirtschaft und die Finanzmärkte dramatische Folgen haben könnte. Kleinere Änderungen an der als "Obamacare" bekannten Gesundheitsreform sind ebenfalls Teil des Vorschlags. Sie sind aber deutlich moderater als das, was die Republikaner im Abgeordnetenhaus als Gegenleistung für eine Anhebung des Schuldenlimits zuletzt gefordert hatten.

Zudem soll die Regierung bis zum 15. Januar finanziert werden. Seit dem 1. Oktober arbeitet sie ohne verabschiedeten Haushalt und kämpft gegen den Finanzierungsnotstand. Noch immer sind weite Teile der Bundesverwaltung stillgelegt und Hunderttausende Staatsbedienstete in Zwangsurlaub. Sie sollen rückwirkend bezahlt werden, doch ausbleibende Gehaltsschecks sorgen bei Angestellten und deren Familien für finanzielle Unsicherheit. Bei einem möglichen Kompromiss würde die Verwaltung umgehend wieder geöffnet.

Der Entwurf soll jetzt schnell im Senat präsentiert werden, berichtete die "Washington Post". Dem Bericht zufolge enthält er auch einen Passus über neue Budgetverhandlungen - den großen Zankapfel zwischen Republikanern und Demokraten. Letztere lehnen flächendeckende Kürzungen ("Sequester") ab. Die im Kompromiss vor dem 15. Januar angedachten Etatverhandlungen würden verhindern, dass den US-Behörden durch den "Sequester" rund 20 Milliarden Dollar (14,8 Milliarden Euro) gestrichen würden. Der Rotstift soll vor allem beim Pentagon angesetzt werden.