Mit der Überlegung, Universitäts-Kirche und Aula in einem modernen Gebäude unterzubringen, habe man einen gemeinsamen Diskussionsansatz gefunden, sagte Wissenschaftsminister Matthias Rößler (CDU) nach einem Treffen mit dem Prorektor der Universität, Franz Häuser, und dem Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD)gestern in Dresden.
An der Fassade sowie in den Innenräumen des Uni-Baus soll den Parteien zufolge an die Paulinerkirche und ihre Zerstörung erinnert werden. Der Vorschlag wird laut Rößler bis zur zweiten Märzwoche geprüft. Anschließend wolle man auf dieser Grundlage weiter diskutieren.
Zudem wolle er auf den Paulinerverein zugehen und ausloten, bis zu welchem Punkt auch hier ein Kompromiss geschlossen werden könne, unterstrich der Minister. Der Verein hält bislang am originalgetreuen Aufbau des auf Geheiß der SED 1968 gesprengten Gotteshauses fest. Universität und Stadt Leipzig lehnen dies dagegen ab. (ddp/wie)