Sie war mit ihrer Mutter Katharina und ihrem Stiefvater, dem Schriftsteller Thomas Brasch, 1976 nach Protesten gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns nach West-Berlin gezogen. Ihre Mutter habe Wert darauf gelegt, dass sie - Anna - einen DDR-Pass bekomme. Den habe sie dann 1988 erhalten und damit 1989 Begrüßungsgeld abgeholt.

Gleich zweimal, wie sie der Festgemeinde im Konzerthaus gestand, denn die Sparkasse hatte beim ersten Mal nicht abgestempelt. So ging sie nochmals hin. "Ich dachte, dass ich das heute hier vielleicht in Form von 50 Euro irgendwie irgendwem zurückgeben kann" sagte Thalbach und nestelte aus dem blauen Pass einen Geldschein hervor. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit nahm den Geldschein zunächst an sich und übergab ihn am Montag dem Kindernotdienst der Hauptstadt.