Ihnen wird zur Last gelegt, den 16-Jährigen im Juli 2002 in einem Stallgebäude schwer misshandelt und dann getötet zu haben (die RUNDSCHAU berichtete). Darüber hinaus sei gegen zwei Einwohner von Potzlow (Uckermark) wegen unterlassener Hilfeleistung Anklage erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin gestern mit.
Das Skelett des monatelang vermissten Schülers war im November in einer Jauchegrube entdeckt worden. Kurz darauf nahm die Polizei die drei als rechtsextrem eingestuften Tatverdächtigen fest. Von ihnen haben inzwischen zwei 17-Jährige ein Geständnis abgelegt. Sie gaben zu, den Jungen zu Tode geprügelt zu haben, weil sein Haar blond gefärbt und seine Hip-Hopper-Hose nicht nach ihrem Geschmack war. Der dritte, 23 Jahre alte Angeklagte schweigt bislang.
Die 50-seitige Anklageschrift gegen die drei mutmaßlichen Mörder sollte noch gestern der Jugendkammer am Landgericht Neuruppin vorgelegt werden. (dpa/ta)