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| 02:43 Uhr

Angst vor Schulterschluss mit der AfD – Tauber warnt Thüringer CDU

Erfurt/Berlin. Das Taktieren der Thüringer CDU bei der bevorstehenden Ministerpräsidentenwahl alarmiert die Parteispitze in Berlin. Generalsekretär Peter Tauber warnte die Parteifreunde in Erfurt am Mittwoch davor, einen möglichen eigenen Kandidaten mit AfD-Stimmen wählen zu lassen. dpa/uf

"Ein Ministerpräsident der CDU darf nie von der AfD abhängig sein. Ein CDU-Kandidat, der dieses Amt nur mit den Stimmen der AfD erreichen kann, sollte diese Wahl nicht annehmen", sagte Tauber "Spiegel Online".

Linke, SPD und Grüne wollen am Freitag Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten von Thüringen wählen. Er wäre der erste Regierungschef der Linken in einem Bundesland. Rot-Rot-Grün hat im Erfurter Landtag aber nur eine Mehrheit von einer Stimme.

Die amtierende Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hatte am Dienstag ihren Verzicht auf eine Kampfkandidatur bekannt gegeben und diese auch damit begründet, dass sie nicht auf AfD-Stimmen angewiesen sein wolle.

Offen ist allerdings, ob die CDU einen Kandidaten ins Rennen schickt, sollte Ramelow im ersten Wahlgang scheitern. Das Thüringer CDU-Präsidium beschloss am Dienstagabend lediglich, der Fraktion zu empfehlen, im ersten Wahlgang auf einen Gegenkandidaten zu verzichten. Zum Vorgehen bei einem denkbaren zweiten oder dritten Wahlgang legte sich die Parteispitze nicht fest.