Durch das freiwillige Angebot eines Angelunterrichts an Ganztagsschulen oder auch das Projekt von Angelschulen sorge der Landesanglerverband dafür, dass sich junge Leute für die Natur engagieren, vom Computer oder vom Fernseher weggelockt werden und auch weniger anfällig für die „Rattenfänger vom rechten Rand“ seien, sagte Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) aus Anlass eines Verbandstages in Rangsdorf (Teltow-Fläming).
Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Verbandes, Andreas Koppetzki, wird freiwilliger Angelunterricht an rund zehn Ganztagsschulen angeboten. „Die Nachfrage ist riesig, es ist nur manchmal schwierig, genügend Lehrer zu finden“, sagte er. Woidke dankte der Mitteilung zufolge den rund 75 000 Mitgliedern des Anglerverbandes auch für ihr ehrenamtliches Engagement in der Hege der Fischbestände und bei der Sauberkeit an den Gewässern. Etwa die Hälfte aller rund 151 000 Angler, die sich an märkischen Gewässern tummeln, sei mittlerweile im Landesverband organisiert. Dies sind laut Woidke 34 Prozent mehr als im Jahr 2000.
Ein Grund dafür ist aus seiner Sicht, dass seit Sommer 2006 Friedfische (die sich von Pflanzen ernähren) wie Plötze, Blei oder Barbe in Brandenburg ohne Anglerprüfung gefangen werden dürfen. Der Minister kündigte an, dass die Vereinbarung über das Befahren der Wege im Landeswald vereinfacht werden soll. Damit kämen Mitglieder des Landesanglerverbandes leichter an die im Landeswald gelegenen Verbands- oder Vertragsgewässer. Koppetzki begrüßte dies ausdrücklich. (dpa/mb)