Neben M. sitzen ein Türsteher und der Kickboxer Markus W. auf der Anklagebank. Um sich an dem Rocker wegen eines Streites zu rächen, soll W. Gesinnungsgenossen zusammengerufen und das spätere Opfer auf die Straße gelockt haben.

Der Rocker, so schilderte der Zeuge, sei rückwärts vor zwei ihn bedrohenden Männern zurückgewichen. Dabei habe er hinter seinen Rücken gegriffen, als ob er dort etwas verborgen hatte. Die restliche Gruppe sei "nachgerückt". Die lebensgefährlichen Verletzungen durch Stiche und Tritte habe er selbst nicht gesehen, ebenso wenig eine Pistole, die später auf einem Fenstersims lag.

Auch andere Zeugen, die bereits vernommen wurden, schilderten relativ übereinstimmend die Gesamtsituation der blutigen Auseinandersetzung. Bei den Angreifern hatten sie Messer, eine Axt und eine Machete gesehen, konnten jedoch kaum diejenigen Männer näher beschreiben, die diese Waffen in den Händen hielten. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.