Die Schlüssel für den Anbau am Kleist-Museum Frankfurt (Oder) werden am Samstag übergeben. Der Bau ist mit dem Barockhaus von 1777 verbunden, in dem die Ausstellung zu Leben und Werk des gebürtigen Oderstädters Heinrich von Kleist (1777-1811) bisher untergebracht war. Depot, Bibliothek und auch Arbeitsplätze für Mitarbeiter befanden sich in einer anderen Straße. Das Literaturmuseum wird nun zunächst wegen des Umzugs und Aufbaus der Dauerausstellung geschlossen. Die Eröffnung erfolgt zu den Kleist-Festtagen am 17. Oktober. Dann soll auch die Fläche vor dem Gebäude gestaltet sein. Der Neubau wurde mit mehrmonatiger Verzögerung fertig. Gründe dafür waren vor allem archäologische Arbeiten, wie Museumsdirektor Wolfgang de Bruyn sagte. Die Kosten von rund 5,4 Millionen Euro stiegen seinen Angaben zufolge um knapp 200 000 Euro. Das Geld kam von Bund, Land, EU und Stadt. Das Museum erkunden jährlich rund 14 000 Besucher.