Amann hatte nach monatelangem Führungsstreit mit BER-Chef Hartmut Mehdorn am Mittwoch seinen Posten als Flughafen-Geschäftsführer verloren.

Er ist - bei vollen Bezügen - jetzt nur noch für das Gas-, Wasser- und Strom-Management der Berliner Flughäfen zuständig. Diesen Bereich soll er nach den Worten Kunkels jetzt erst aufbauen. Viel lieber hätte Amann etwas anderes gemacht. Als er seine Absetzung kommen sah, hatte er dem kommissarischen Aufsichtsratsvorsitzenden, Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), vorgeschlagen, ihm die Geschäftsführung des Flughafens Tegel oder die Sanierung der alten Schönefelder Rollbahn zu übertragen. Damit fand er offenbar kein Gehör bei den Aufsichtsräten.

Flughafensprecher Kunkel bestätigte auch, dass die Gesellschafterversammlung, bestehend aus den Ländern Berlin, Brandenburg und dem Bund, den Aufsichtsrat für die Jahre 2011 und 2012 entlastet habe.

Nach Medienberichten hatten Rechtsgutachten ergeben, dass den Aufsichtsratsmitgliedern keine Pflichtverletzungen nachgewiesen werden konnten. Beim ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Wowereit sollen aber noch nicht alle Zweifel ausgeräumt sein.