Mit Warnstreiks in Brandenburg und Sachsen haben rund 1200 Vattenfall-Beschäftigte am Freitag in den laufenden Tarifverhandlungen noch einmal Druck auf die Arbeitgeber gemacht. „Die Kollegen sind sauer“, sagte die Sprecherin der IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) des Landesbezirks Nordost, Susanne Kettelför. Das vorliegende Angebot von 1,5 Prozent höheren Entgelten reiche nicht aus. „Wir erwarten ein deutlich verbessertes Angebot“, sagte sie.

Die Gewerkschaften verlangen fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 15 000 Beschäftigte sind betroffen.

Der Arbeitgeber würdige in keiner Weise die Leistungsbereitschaft und gute Arbeit der Beschäftigten, sagte IG BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden. Das sorge für Unruhe. Die dritte Verhandlungsrunde am Montag sei letzte Gelegenheit für eine Lösung am Verhandlungstisch. Als völlig unzureichend sieht auch verdi-Verhandlungsführer Armin Duttine, was bislang von Arbeitgeberseite vorliegt.

Den Auftakt bei den Warnstreiks machten am Morgen die Beschäftigten des Kraftwerks im sächsischen Lippendorf. Dann beteiligten sich Mitarbeiter im Tagebau Jänschwalde in Brandenburg und in den sächsischen Kraftwerken in Boxberg und Schwarze Pumpe.