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Am BER wird die Zukunft geplant

Alltag im BER.
Alltag im BER. FOTO: dpa
Schönefeld. Die Kapazität des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld (Dahme-Spreewald) kann nach einem Konzept der Betreiber bis 2035 von jetzt 22 Millionen Fluggästen im Jahr auf 55 Millionen erhöht werden. Ein Masterplan, den Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dieser Tage an die Aufsichtsräte der Flughafengesellschaft verschickt hat, sieht vor, den drittgrößten deutschen Airport in vier Phasen Schritt für Schritt zu erweitern. Jan Siegel

Bei den Kosten ist im Zusammenhang mit der Erweiterung die Rede von immerhin 2,3 Milliarden Euro.

Ein den Plänen beigefügter Übersichtsplan erhält das neue Terminal zunächst Anbauten für weitere Gepäcksortieranlagen.

Der Berliner Tagesspiegel berichtet, dass Lütke-Daldrups-"Masterplan 2040" fünf Phasen zum Erweitern des Flughafens vorsieht. Zentrales Element ist demnach ein zweites Terminalgebäude gegenüber dem nach wie vor unfertigen Terminal 1. Um die geplante Airport-City und weitere Parkhäuser östlich der Abfertigungsanlagen erschließen zu können, ist ein eigenes Transportsystem geplant. Ob es klassisch als automatische Bahn auf Schienen oder gar als Seilbahn gebaut wird, ist nicht entschieden.

Genau wie die BER-Eröffnung überhaupt. Der zuletzt angepeilte Start im nächsten Jahr gilt als unwahrscheinlich. Lütke Daldrup will in diesem Jahr einen Eröffnungstermin nennen.

Derweil gibt es nach einem ZDF-Interview von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neue Diskussionen um die Offenhaltung des Flughafens Tegel nach einer BER-Eröffnung. Die Kanzlerin hatte die Offenhaltung abgelehnt. Ihre Partei dagegen unterstützt in Berlin einen von der FDP initiierten Volksentscheid, mit dem der Weiterbetrieb in Tegel trotz BER gesichert werden soll.