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Altkanzler Helmut Kohl will kein Denkmal in Dresden

Dresden. Altkanzler Helmut Kohl hat Plänen für ein „Einheitskanzler“-Denkmal in Dresden eine klare Absage erteilt. Er habe Denkmäler zu seiner Person immer abgelehnt, erklärte der CDU-Politiker nach Angaben der sächsischen Staatskanzlei vom Donnerstag.

Kohl zeigte sich demnach in einem Gespräch mit Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) sehr überrascht über die ganze Diskussion. Ihn selbst habe bislang niemand dazu gefragt. Kohl sagte den Angaben zufolge, er habe nicht vor, seine Haltung zu ändern, dies gelte auch für Dresden.

Kohl regte zugleich an, auf dem geschichtsträchtigen Platz vor der Frauenkirche in Dresden mit einer Gedenktafel an die friedliche Revolution des Jahres 1989 in der DDR und an den friedlichen Weg zur Wiedervereinigung zu erinnern. dapd/bl