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| 02:44 Uhr

Altes Terminal Schönefeld bleibt

ARCHIV - Ein Passagierflugzeug startet hinter dem neuen Terminal am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) im brandenburgischen Schönefeld (Archivfoto vom 06.03.2012). Foto: Patrick Pleul +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Ein Passagierflugzeug startet hinter dem neuen Terminal am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) im brandenburgischen Schönefeld (Archivfoto vom 06.03.2012). Foto: Patrick Pleul +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Schönefeld. Wenn er eines Tages startet, ist der neue Hauptstadtflughafen vermutlich schon zu klein. Mehdorn braucht deshalb ein zweites Standbein – er setzt auf das alte Terminal in Schönefeld. Gestern tagte der Aufsichtsrat. dpa/bf

Das alte Schönefelder Flughafen-Terminal könnte wegen der Platzprobleme im neuen Hauptstadtflughafen nach dessen Start noch jahrelang in Betrieb bleiben. Der Aufsichtsrat erlaubte Flughafenchef Hartmut Mehdorn am Freitag, seine Überlegungen dazu fortzusetzen. Das Kontrollgremium hatte dafür schon im Juni fünf Millionen Euro als Planungsmittel genehmigt.

Wie das Unternehmen mitteilte, muss Mehdorn aber mit dem Bund einen Weg finden, auch die Flugbereitschaft der Bundeswehr auf dem Gelände unterzubringen. Sie wollte das alte Gebäude nutzen, bis ein neues Regierungsterminal gebaut ist.

Das starke Wachstum im Berliner Luftverkehr wird für die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens zum Problem: Der Neubau ist wahrscheinlich schon bei der Eröffnung zu klein. Er ist für 27 Millionen Passagiere jährlich gebaut. Mehdorn warnte aber kürzlich, unmittelbar nach der Eröffnung könne er nur bis zu einer Grenze von etwa 21 Millionen Passagieren für einen gelungenen Start garantieren. 2013 fertigten die Flughäfen Tegel und Schönefeld aber schon 26,3 Millionen Passagiere ab. Im zurzeit frühestmöglichen Eröffnungsjahr 2016 müsste der Neubau nach einer Studie schon gut 31 Millionen Passagiere bewältigen. Vier Jahre später bereits 35 Millionen.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn will deshalb parallel zum Neubau das benachbarte alte Schönefelder Terminal weiterbetreiben. Eigentlich sollte es nach der Eröffnung des Neubaus schließen. Doch nun will Mehdorn dort die Passagiere der Billigflieger abfertigen. Mehdorn will im Dezember sagen, wann der Flughafen nach mehreren Verzögerungen in Betrieb gehen kann. Die Kosten werden derzeit mit 5,4 Milliarden Euro veranschlagt.

Weder Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der letztmals dem Gremium vorsaß, noch Hartmut Mehdorn gaben nach der Sitzung Erklärungen ab.