Platzeck und Bullerjahn warnen ihre Partei davor, "nostalgisch" am überholten Sozialstaatsmodell der alten Bundesrepublik festzuhalten. "Unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts bietet der nachsorgende und überwiegend beitragsfinanzierte Sozialstaat Bismarckscher Prägung keine sozialdemokratische Perspektive mehr", heißt es in dem Papier. Beide Sozialdemokraten halten das "Leitbild" des "vorsorgenden Sozialstaats" dagegen, der auf stärkere Eigenverantwortung und auf "gleiche Bildungschancen für alle" setzt.

"Der vorsorgende Sozialstaat ist etwas grundsätzlich anderes als ein materiell versorgender oder fürsorglicher Sozialstaat." Brandenburgs Ministerpräsident meldet sich damit sieben Monate nach seinem Rücktritt als SPD-Vorsitzender auf die bundespolitische Bühne zurück. (Eig. Ber./thm)