"Durch außerplanmäßig zur Verfügung stehende Fördermittel besteht die Möglichkeit, bauliche und brandschutztechnische Mängel zu beseitigen", so der Bautzener Oberbürgermeister Christian Schramm.
Die Alte Wasserkunst präsentiert sich auf den ersten Blick so wie immer - als Stein gewordenes Monument mittelalterlicher Ingenieurs- und Baukunst. Doch beim genaueren Hinsehen werden gravierende Schäden sichtbar, die der Zahn der Zeit in das Gemäuer hineingenagt hat. "Insbesondere die Turmkrone bedarf dringend der Erneuerung", erklärt Baubürgermeister Peter Hesse. "Dort befindet sich ein Umgang, der für die bessere Aussicht der Besucher mit einer gerüstähnlichen Stahlkonstruktion versehen wurde." Diese sei verschlissen und müsse entfernt werden.
Weiterhin wolle man den Boden von Taubenkot und Tierkadavern befreien. Der freie Abfluss des Regenwassers müsse wieder ermöglicht werden, da dieser Missstand zu Putzschäden im vierten Obergeschoss führe. Vor allem an der Wetterseite sei der Putz völlig verwittert, die Ziegel teilweise freigelegt.
Einen weiteren Schwerpunkt stellen der Anbau (früheres Wohngebäude) und der Wehrgang dar. Das Dach des Anbaus stellt sich laut Peter Hesse in einem völlig verschlissenen Zustand dar und bedarf der Erneuerung. Außerdem wolle man die Vergitterung der Wandöffnungen im Wehrgang entfernen, da diese das Mauerwerk zerstörten.
Schließlich soll die durch die Kompletteinrüstung der Wasserkunst gegebene Möglichkeit genutzt werden, das Mauerwerk zu prüfen und Fehlstellen auszubessern. Komplett erneuern will die Stadt Bautzen die vom Holzwurm zerfressenen Turmfenster. Als Zeitraum für die Bauarbeiten hat Bürgermeister Peter Hesse die Monate von September bis Dezember veranschlagt, die Kosten betragen 129 500 Euro.