Weil spätestens 2006 die Verwertung der WGT-Flächen ein Zuschussgeschäft sein wird, zieht das Land das Verfahren haushälterisch an sich. Wie der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Lunacek, nach einer Anhörung im Finanzausschuss sagte, müsse aus diesem Grund das noch verbliebene Vermögen von sieben Millionen Euro der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG) 2005 in den Landeshaushalt überführt werden.
Was vor zehn Jahren als eine „Gelddruckmaschine“ galt, wird eingestandenermaßen in der Praxis als ein Verlustgeschäft enden. Von einst rund 100 000 Hektar WGT-Fläche sind laut Lunacek von der beauftragten BBG nahezu 44 000 Hektar noch nicht verwertet worden. Deren Geschäftsführung behaupte, dass 60 Prozent davon bis Ende 2006 einer zivilen Nutzung zugeführt werden könnten. Rund 6500 Hektar gelten dem CDU-Politiker zufolge als unverkäuflich, weil sie entweder hochgradig belastet seien oder unter Naturschutz stehen.
Die Kommunen vermuten allerdings, dass es dann bei einer Einzäunung der Flächen bleiben wird und verweisen auf entsprechende Äußerungen von Finanzministerin Dagmar Ziegler (SPD). Aufgrund der Befürchtung, dass es dann mit Konversion und Flächenentwicklung nicht mehr weit her sein werde, haben sich Kommunalvertreter und die BBG-Geschäftsführung gegen die Übertragung des Vermögens in den Landesetat gewandt und vor einer entsprechenden Änderung des WGT-Gesetzes gewarnt.
Das bisherige Verfahren dürfe erst beendet werden, wenn die Umgestaltung tatsächlich abgeschlossen ist. Ansonsten sei unschwer zu erraten, dass unansehnliche und belastete Riesenflächen auch in Zukunft weitere Investoren abschrecken. Auf Beschluss des Parlaments hatte die BBG vor mehr als einem Jahr schon den größten Teil ihres Sondervermögens (13 Millionen Euro) an den Landeshaushalt abführen müssen.